Die Sopranistin Antonia Schuchardt ist seit dieser Spielzeit 25/26 Mitglied des Thüringer Opernstudios am Theater Erfurt. Hier interpretiert sie Rollen wie Zerlina (Don Giovanni), Isabella (Märchen im Grand Hotel), Oscar (Un ballo in maschera) und Ensemble I (In 80 Tagen um die Welt). Außerdem wird sie die Zerlina in einer Adaption für Kinder (Zerlina strikes back), eigens geschrieben von Ioana Petre, verkörpern. Beim Johann Strauss Wettbewerb Wien konnte sie Gastengagements am Gaertnerplatztheater München und der Volksoper Wien gewinnen und erhielt den Medienpreis des orpheus-Magazins.
Neben ihrer Mitwirkung im Festspielchor der Bayreuther Festspiele 2025 in den Opern Lohengrin, Parsifal und Die Meistersinger von Nürnberg besuchte sie diesen Sommer Meisterkurse bei Daniel Heide und Katharina Konradi.
Zusammen mit ihrer Lied-Duo-Partnerin Leonie Bulenda ist sie Teil des MIND! (Music inspires new directions) Förderprogramms unter der Leitung von Johannes Held und Doriana Tchakarova. Dadurch werden sie innerhalb des nächsten Jahres Konzerte in Slovenj Gradec (Slovenien), Perleberg (Deutschland) und Pointiers (Frankreich) geben. Im Rahmen eines Meisterkurses bei Anna Lucia Richter und Ammiel Bushakevitz (Heidelberger Frühling) wurden sie außerdem ausgewählt ein Lied-Programm im Radio-Livekonzert beim SWR Stuttgart zu geben. Sie besuchten 2025 außerdem Meisterkurse bei Markus Schäfer und Prof. Helmut Höll (Liedfestival Kassel) und waren 2023 Teil des HIDALGO-Festivals in München.
In der vergangenen Spielzeit war Antonia Schuchardt am Landestheater Niedernbayern (Passau, Landshut, Straubing) als Najade (Ariadne auf Naxos) und Baroness (Sound of music) zu erleben.
Im Sommer 2024 besuchte sie Meisterkurse bei Prof. Dr. Edith Wiens (Eppaner Liedsommer) sowie bei Melanie Diener und Thomas Hampson (Internationale Opernwerkstatt Waiblingen).
Im Rahmen ihre Studiums war sie im Sommer 2023 als Le feu/La princesse/Le rossignol in Maurice Ravels Oper L´enfant et les sortiléges zu erleben. Außerdem war sie Preisträgerin der Kammeroper Schloss Rheinsberg und Stipendiatin des Richard Wagner Verbands Berlin.
Es folgte die Wiederaufnahme des Händel-Oratoriums Der Triumph von Zeit und Wahrheit, in der sie die Rolle des Betrugs verkörperte und eine Uraufführung der Produktion Flying Hänsel&Gretel, wo sie ihr Debut als Gretel an der Kölner Philharmonie und im Admiralspalast Berlin geben durfte.
In vergangenen Spielzeiten war sie als Flora (The Turn of The Screw) sowie in der Uraufführung Alpha&Omega am Nationaltheater Mannheim zu erleben. Auch trat sie in verschiedenen Rollen in der Produktion An allem ist Hütchen Schuld! im Markgräflichen Opernhaus Bayreuth auf.
Antonia Schuchardt schloss im April 2024 ihr Masterstudium an der Universität der Künste in der Klasse von Prof. Carola Höhn ab. Gleichzeitig absolviert sie einen zweiten Bachelor in Gesangspädagogik, ebenfalls an der UdK.
"Zurückhaltender ging Antonia Schuchardt mit ihrer schön timbrierten Stimme um, und das hatte gute Gründe. Die zögerliche Zerlina hat mangels vergleichbarer Erfahrungen noch keine triftigen Gründe für ohnmächtige Wut auf den Wüstling. Dafür durfte sie nach der Pause die Arie „Vedrai carino“, [...], zu einem lyrisch orientierten musikalischen Edelstein polieren."
- Martin Köhl (ART5/III)
"Als wäre ihr die Rolle auf den Leib geschrieben, brilliert die junge Sopranistin Antonia Schuchardt aus dem `Thüringer Opernstudio` als Infantin Isabella. Nicht nur mit ihrer charismatischen, mühelos in die Höhen steigenden Stimme, sondern auch darstellerisch ist sie das eindrucksvolle Epizentrum einer mit großer Spielfreude in Szene gesetzten höfischen Entourage."
- Jan Kreyßig (Thüringer Allgemeine)
"Aber was wollen sie auch machen, wenn Antonia Schuchardt, erschüttert in ihrer aristokratischen Weltfremdheit, krachende spanische Schimpfkanonaden und zwerchfellerschütternde Ohnmachts- oder Heulkrampfstudien abfeuert? Die junge Sängerin, ganz frisch im Opernstudio des Hauses, scheut sich zwar auch nicht vor ausgreifenden Gefühlstönen; vor allem aber ist sie ein brillantes Spieltalent, das hier mit seiner ersten Hauptrolle in eine wohl verheißungsvolle Zukunft aufbricht."
- Gerald Gelber (Opernwelt, Appetitmacher)
"Endgültig in den Operetten-Sphären landet man da mit dem Auftritt von Georgs baldiger Ex-Verlobten Elsa. [...] Weil Antonia Schuchardt einen wirklich großartigen Auftritt hinlegt und die Rolle mit ihrem biegsamen Sopran ordentlich aufwertet."
- Tobias Hell (Die deutsche Bühne)